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AMON
DÜÜL II und EMBRYO sind die Gruppen, in denen Dieter Serfas sein progressives
Schlagzeugspiel krachen ließ. Ursprünglich kam er vom Jazz, arbeitete
mit Mal Waldron. Jetzt legt er die erste CD mit seiner eigenen Gruppe
Ear-Tranceport vor, die er 1996 gegründet hat. Ungeheure Frische kennzeichnet
die Scheibe, integriert Techno-Sounds und afrikanische Rhythmen. Witzig
und inspirierend sind die Mundartphrasen und Stegreiftexte auf eine traditionelle
Karibik-Melodie. Abdelmajid Domnati spielt Gembri, eine archaische dreisaitige
Baß-Gitarre. Er singt dazu in der Tradition der Gnawas von Tanger, einer
marokkanischen Musik-Bruderschaft. Der
in Fusion erfahrene Domnati
paßt gut zur Truppe von Serfas, ebenso der Didgeridoo Spieler Harry Payúta,
ursprünglich E-Bassist. Progressive Rock gemischt mit Ethno-Anteilen -
wie auch immer man die musikalische Mischung von Ear-Tranceport nennen
mag - sie enthält viel mehr, als die üblichen Schub- laden bereit halten.
Ungebremste Spielfreude und mit einem erfreulichen Anteil von Humor und
Leichtigkeit machen die CD zu einem herausragenden Hörerlebnis - schwierig
in einer Musikszene, in der Kommerz der Entfaltung von Originalität wenig
Chancen läßt. |